
© Wolfgang Koehler
Nick
Wilder
Vita
Nick Wilder wurde 1952 als Klaus Wilder auf der Ostseeinsel Fehmarn geboren. Nach dem Abitur studierte er Holzwirtschaft und machte seinen Abschluss an der Universität Hamburg. Noch während seiner Studienzeit wurde Nick Wilder Weltmeister im Windsurfen und betrieb Surfläden in Dänemark und im US-Bundesstaat Florida. Mit 40 Jahren startete er 1992 sehr spät seine Schauspiel-Karriere in Hollywood. Nach vielen Rollen in amerikanischen Soaps kam für Wilder der Durchbruch in Roland Emmerichs Welterfolg Stargate. Es folgten Gastrollen in vielen US-Serien. In Deutschland begann seine Karriere mit der Rolle des Kapitäns Jan Fehrmann in der RTL Action-Serie S.O.S. Barracuda. Es folgten Gastrollen in vielen deutschen Serien. 14 Jahre lang verkörperte Nick die Werbefigur Herr Kaiser von der Hamburg-Mannheimer Versicherung. 2010 holte Produzent Wolfgang Rademann Nick Wilder als den Schiffsarzt Doc Sander an Bord. 10 Jahre lang fuhr er zusammen mit seiner Ehefrau, der Südtiroler Schauspielerin Christine Mayn, auf dem Traumschiff um die Welt. Seine Lebenserfahrungen hat er in seiner Autobiografie „Das Leben ist wilder als man denkt“ niedergeschrieben. Er ist immer noch ein begeisterter Musiker, dreht weiterhin in den USA und Europa Filme. 2024 wird sein Traum Wirklichkeit: Bei den Karl May Festspielen in Bad Segeberg bekleidet Wilder in Winnetou II – Ribanna und Old Firehand die Rolle des Schurken Emery Forster. Nick ist ein waschechter Insulaner und liebt als Kosmopolit die Abenteuer auf den Weltmeeren. Er lebt mit seiner Frau in Montana (USA) und Bozen.

© Lutz Roessler
Musikalische Lesung in Bad Segeberg: Standing Ovations für Karl-May-Star Nick Wilder
Am Kalkberg spielt er in diesem Jahr den Bösewicht, in der Kalkberg Oase zeigte Nick Wilder eine ganz andere Seite von sich. Er kehrte sein Innerstes nach außen und sprach über seine Vergangenheit. Im Publikum war auch ein besonderer Gast.
Von Petra Dreu
Bad Segeberg - Bei den Karl-May-Spielen ist der Schauspieler Nick Wilder derzeit als Bösewicht Emery Forster zu sehen, als Herr Kaiser wurde er zur Werbeikone für die Hamburg-Mannheimer-Versicherung, auch in den USA war er ein gefragter Mime. In der Kalkerg Oase zeigte er als Musiker und Autor ganz andere Seiten von sich: Er kehrte vor mehr als 200 Zuhörern sein Innerstes nach außen und begeisterte mit Emotionen sein Publikum, zu dem auch seine Schwester Helga van Harten aus Jersbek gehörte.
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Stargast Nick Wilder liest im Theater Neu-Ulm
Viele kennen den Schauspieler etwa aus dem TV-„Traumschiff“. Bei der Lesung bewies er, wie facettenreich er ist.
Von Manuela Rapp
Neu-Ulm Da war also diese Sache mit dem Namen. Wilder? Ok, das lässt sich auch im Englischen gut aussprechen. Aber Klaus? Ein No-Go für den Mann von der Künstler-agentur in Los Angeles. Wie wäre es denn mit Nick in Anlehnung an einen Altvorderen in der Familie? Und so kam der Schauspieler Nick Wilder innerhalb von drei Minuten zu seinem Künstlernamen. Damit war die erste Hürde für seine internationale Karriere genommen. Denn: „Mit 40 Jahren wollte ich mir meinen Traum vom Schauspieler verwirklichen“, sagte Wilder jetzt im Theater Neu-Ulm.
Mit seinem Alter-Ego als „Herr Kaiser“, die Personifizierung des wohl bekanntesten deutschen Versicherungsvertreters, den er 14 Jahre lang im Auftrag der Hamburg-Mannheimer Versicherung verkörperte, ist der 71-jährige vielen geläufig. Oder als freundlicher Bordarzt Dr. Wolf Sander, der sich auf dem TV-„Traumschiff“ von 2011 bis 2020 um Wehwehchen seiner Passagiere kümmerte.
„Sie dürfen sich auf etwas freuen und auf etwas gefasst machen“, führte Impresario Heinz Koch seinen langjährigen künstlerischen Freund ein. Stimmt: Bei der Lesung aus seinen Lebenserinnerungen „Hallo, Herr Kaiser. Das Leben ist Wilder als man denkt“ machte das Publikum die Bekanntschaft mit einem wahrhaft facettenreichen Menschen, der mit feinem Humor, gewürzt mit einer guten Prise Ironie, jede Menge zu erzählen hatte. Vorstellen darf man sich das als eine Mischung aus Erzählung, Schauspielerei, Multimedia und Musik. Der Mann hat auf alle Fälle Entertainer-Qualitäten.
„So eine Biografie zu schreiben, ist etwas sehr Persönliches“, resümierte Wilder, der auch in Hollywood reüssierte. „Man kehrt das Innere nach außen.“ Da sollte man seiner Meinung nach auch ehrlich sein. Während der Corona-Pandemie schaute der Schauspieler also „in den Rückspiegel“, wie er es formuliert, und schrieb in seinem Haus in Montana, wo er mit Frau Christine Mayn lebt, sein Leben auf.
Für den Bauernsohn, der auf der Insel Fehmarn groß geworden ist, war es gleichzeitig auch „ein sehr, sehr therapeutischer Prozess“, wie er erklärt. Da ist zum Beispiel das Thema Vater und Sohn, das ihn immer wieder beschäftigt. Ihm wollte es der Junge, der schon als Kind so gerne träumte, beweisen, wollte sein Lob, seine Anerkennung, was ihm lange Zeit verwehrt wurde. Das habe ihn angetrieben. „Ohne meinen Vater“, betont Nick Wilder, „hätte ich es nicht geschafft.“ Erst seine Rolle in der Serie „Die große Freiheit“ (1992) bringt ihm - wie der Titel des Films -, was er sich so erhofft hat: „Ich fühlte mich frei.“ Der Grund dafür: „Mein Vater sagte mir nach 40 Jahren, dass er stolz auf mich ist.“ Danach begegnen sie sich auf Augenhöhe. Doch näher kommen sie sich ihr Leben lang nicht. Für Nick heißt es ab dann: „Jetzt wollte ich mir´s selbst beweisen.“
Als weiteres Leitmotiv der Wilderschen Biografie dient dieser Satz: „Träume sind der Anfang jeder Wirklichkeit.“ An der Uni hat den Abschluss als Diplom-Holzwirt gemacht, holte sich als Jugendlicher mit seinen Kumpels den Titel der zweitbesten deutschen Schülerband, wird Weltmeister im Tandemwindsurfing, arbeitet als Geschäftsmann – und wandert nach Amerika aus, „seinem Land.“ Auch das eine Konstante in einem Leben, das stellenweise an einen Roman erinnert.
Sympathisch, witzig, auch mal zur Gitarre und Mundharmonika greifend, empathisch, als es einen ärztlichen Notfall im Publikum gibt: Der Bösewicht bei den Segeberger Karl-May-Festspielen ist bodenständig und locker im Umgang. Wilders Rat: „Das Wichtigste ist das kleine Kind in uns.“ Das gelte es, zu bewahren. Er jedenfalls habe noch genügend Träume.
PROGRAMME MIT MUSIK
“DAS LEBEN IST WILDER ALS MAN DENKT“
Nick Wilder erzählt aus seinem Leben, das wahrlich „wilder“ war und ist als man denkt.
Der Sohn eines Bauern von der Ostseeinsel Fehmarn kann auf ein turbulentes Leben zurückblicken. Surfweltmeister, Diplomholzwirt, Surfshopbesitzer in Dänemark und in Florida, Darsteller in Roland Emmerichs Stargate, vierzehn Jahre als Werbe-Ikone Herr Kaiser,
zehn Jahre Doc Sander auf dem Traumschiff und viele weitere Rollen in Deutschland, Dänemark und in den USA.
Er erzählt seine Geschichte, die des kleinen Bauernsohnes Klaus Wilder, dem es gelang, seine Träume immer wieder zu verwirklichen und seine Unabhängigkeit zu finden und dadurch frei zu werden. Die emotionale Verstrickung des Vaters im NS-Regime war zu Hause immer ein Thema. Wilder schaffte es aber, den Vater-Sohn-Konflikt aufzuarbeiten und letztendlich zu lösen. Ihm wurde klar, dass ein Erinnern an das Kind in uns ein Schlüssel ist, um innere Stabilität zu erreichen.
Nick Wilder ist es ein Anliegen, der Nachkriegsgeneration diese Stabilität zu geben, die „Schuld-besetzte-Vergangenheit“ unserer Väter aufzuarbeiten und ein kritisches, politisches Bewusstsein zu entwickeln, um unsere Bedürfnisse von Schutz, Geborgenheit und inneren Frieden zu finden.
Ein sehr emotionaler Abend, untermalt mit musikalischen Darbietungen auf seiner Gitarre und Mundharmonika.
Programmdauer: 120 Minuten (plus Pause) (gekürzte Version auf Anfrage)
Musikalische Begleitung: mit Gitarre und Mundharmonika
Darsteller: Nick Wilder
Youtube-Link zum Promo-Video der Lesung.
Video-Link auf Promotion-Seite

© Schneiderpress
„ALTE LIEBE“
Alte Liebe rostet nicht. Aber die Zeit ist an Lore und Harry nach 40 Jahren Ehe nicht spurlos vorbeigegangen. Die leidenschaftliche Lore hat Angst, bald mit dem frisch pensionierten Harry untätig im Garten zu sitzen. Nur in einem sind sich die Alt-Achtundsechziger einig: Ihre Tochter Gloria hat alles nur Mögliche im Leben falsch gemacht! Nun will Gloria in dritter Ehe einen steinreichen Industriellen heiraten, der auch noch ihr Vater sein könnte. Wie konnte es so weit kommen?
Elke Heidenreich und Bernd Schroeder erzählen in umwerfenden Dialogen die Geschichte eines Ehepaars, in der sich eine ganze Generation wiedererkennen kann. Komischer sind die Szenen einer Ehe noch nicht erzählt worden.
Eine Geschichte, die berührt, unterhält und zum Nachdenken anregt. Gelesen und gespielt von Nick Wilder und seiner Ehefrau Christine Mayn.
Programmdauer: 60-90 Minuten (mit Pause, nach Absprache)
Darsteller: Nick Wilder und Christine Mayn
Christine Mayn wurde 1962 in Südtirol geboren. Schon als 14-jährige stand sie das erste Mal in ihrer Heimat Südtirol auf der Bühne. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie in Innsbruck. Sie spielte auf verschiedenen deutschsprachigen Bühnen wie z. B. in Salzburg, Innsbruck, München und Wien. Zweisprachig aufgewachsen in Südtirol spricht sie Italienisch und Deutsch. Sie spielte ebenso auf Bühnen in Genua, Florenz, Ravenna und Bozen. Später wechselte sie auch in die TV-Branche über. Sie wirkte in TV-Produktionen wie z. B. Das ewige Lied oder Die verkaufte Heimat mit. Sie hatte ihre eigenen TV-Serien Die Stadtklinik und Fieber und spielte außerdem in vielen deutschen TV-Serien und Filmen mit, u. a. Medicopter 117, Unser Charly, Wilder Kaiser, Rosamunde Pilcher und Das Traumschiff. Seit 2000 lebt sie mit ihrem Mann, dem Schauspieler Nick Wilder, in Bozen und Montana (USA) und hat zwei Staatsbürgerschaften.