
© Oliver Look
Thomas
Arnold
Vita
Thomas Arnold wurde 1971 in Freiberg geboren und spielte schon ab seinem 13. Lebensjahr am Freiberger Stadttheater. Nach einer Ausbildung zum Konditor studierte er von 1990 bis 1994 an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Rostock. Es folgten Engagements u. a. am Volkstheater Rostock, Staatstheater Schwerin und am Stadttheater Trier, danach wechselte er nach Berlin an das Schlossparktheater sowie an das Maxim Gorki Theater. Bereits während seines Studiums wurde er 1993 erstmals mit dem Darstellerpreis beim Treffen der deutschsprachigen staatlichen Schauspielschulen in Wien ausgezeichnet. Nach seinem Debüt 1996 im TV-Drama 2½ Minuten reihten sich seine Engagements in Kino- und TV-Filmen, u. a. in Große Fische, kleine Fische oder Der letzte Zeuge, eng aneinander. Es folgten Auftritte in fast allen bekannten Krimireihen wie SISKA, Wolffs Revier, Ein starkes Team, Das Duo, SK Kölsch, Der Alte, Der Staatsanwalt, Morden im Norden und in mehreren Tatort-Folgen. Seit er in Volker Schlöndorffs Die Stille nach dem Schuss (2000) vor der Kamera stand, der seine Weltpremiere im Rahmen des Wettbewerbs der Berlinale feierte, macht Thomas Arnold auch immer wieder international auf sich aufmerksam. Er wurde in dem mit Auszeichnungen (u. a. Oscar und César) überhäuften Film Das Leben der Anderen (2006) wie auch in dem Oscar nominierten Steven Spielberg-Film War Horse (2010) in kleineren Rollen besetzt sowie in den beiden in Berlin gedrehten US-Serienhits Homeland und Berlin Station. Schlöndorff holte ihn sowohl für Diplomatie (2013) als auch für die mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete TV-Produktion Das Meer am Morgen erneut vor die Kamera. 2019 übernahm Thomas Arnold Rollen in den Kinofilmen Die Verwandlung und The Spy und 2021 in der vierten Staffel der ARD-Erfolgsserie Babylon Berlin. Neben seinen Synchronarbeiten und Hörspielen, Theaterregien und einer Dozentur an der Filmuniversität Potsdam Babelsberg sowie Aufgaben als Sprecher für Werbungen, Dokumentationen und Features geht er seit über 20 Jahren immer wieder mit literarisch-lyrischen Soloprogrammen auf Tournee, unter anderem mit eigenen Gedichten. Der Schauspieler wohnt mit seiner Frau, der Puppenspielerin Doreen Arnold, und seiner Tochter, der Schauspielerin Louise Sophie Arnold, bei Berlin.

© Oliver Look
Ungläubiger Thomas
VON MARLEN HOBRACK am 16. August 2019
In Freiberg wurde Thomas Arnold zum Bösewicht des deutschen Fernsehens. Ein Spaziergang durch die Landschaft der Kindheit.
Wenn ich es nicht besser wüsste, ich müsste Schauspieler Thomas Arnold für einen Regisseur halten. Ich habe mich mit dem 48-Jährigen zu einem Spaziergang in seiner Geburtsstadt Freiberg verabredet. Doch es dauert nicht lange, und Arnold übernimmt die Regie. Mir soll es recht sein; ich kenne mich in der Stadt nur mäßig aus. Arnold hingegen, bekannt aus unzähligen TV-Krimis sowie aus preisgekrönten Filmen wie „Das Leben der Anderen“, kennt die Stadt wie seine Westentasche.
Lyrischer Adventskalender von Thomas Arnold
TV-Bösewicht macht Potsdamer Kunsthaus eine Freude
Von Andrea Lütkewitz
Der Potsdamer Schauspieler Thomas Arnold ist im Film oft der Übeltäter. Für den Akustischen Adventskalender des Kunsthauses sans titre zeigt er sich jetzt von seiner lyrischen Seite.
Potsdam - Die Frage danach, ob er wirklich mitten in einem Potsdamer Wald wohne, amüsiert Thomas Arnold. „Meistens spiele ich ja düstere Rollen“, sagt der Potsdamer Schauspieler, „da ist es natürlich super, wenn das geschrieben wird und die Leute glauben, ich würde da irgendwo im Dunkeln hausen.“ Dass er es auch ganz besinnlich kann, zeigt der 49-Jährige nun in einem lyrischen Adventskalender, den Arnold für das Kunsthaus „sans titre“ eingesprochen hat und der sich auf der Homepage des Kunsthauses findet.
PROGRAMME MIT MUSIK

© Tatjana Segeler
„ÜBERALL IST WUNDERLAND“
Herrlich verrückte und witzige Texte von Joachim Ringelnatz, untermalt mit Seemannsliedern und Akkordeonklängen. Eine unschlagbare Mischung für diesen kostbaren Dichter!
Die Welt mit anderen Augen sehen: Verwoben und dramatisiert wird Kleines groß, Banales schön, Trauriges leicht und vieles ein Stück witziger. Thomas Arnold und Alena Polzer heben einen Schatz aus dem literarischen Seesack von Joachim Ringelnatz, der sich als junger Mann in den Kopf gesetzt hatte, Seemann zu werden, und am Ende auf ein skurriles Leben zurückblickte. Ein Abend mit Lesungen aus seinen Romanen, Rezitationen seiner Gedichte und mit passender Musik.
Unterhaltung auf höchstem Niveau.
Programmdauer: 100 Minuten (mit Pause)
Musikalische Begleitung: mit Akkordeonistin
Darsteller: Thomas Arnold und Alena Polzer
Alena Polzer, 1989 im baden-württembergischen Tuttlingen geboren, absolvierte nach ihrem Abitur ihre Schauspielausbildung an der Internationalen Schauspielakademie CreArte in Stuttgart. Es folgten Theaterproduktionen in Stuttgart und Münster, u. a. Schöne Dinge sind auf unserer Seite (2014) und Ich gebe dir dein Gesicht zurück (2017-2019). 2023 spielte sie die resolute Saloon-Wirtin Carry Patterson im Schatz im Silbersee bei den Karl-May-Spielen in Pullmann City Bayern und wird 2024 dort die Rolle der reichen Rosalie Ebersbach übernehmen. Sie drehte Kinoproduktionen wie Shadow of your love und God of happiness, den TV-Dreiteiler Baron Münchhausen, den SWR-Tatort Freigang, die Dokumentationen Die Geschichte des Südwestens sowie Unter uns die Stille und mehrere Musikvideos. Eine weitere professionelle Leidenschaft von ihr ist die Musik – Alena Polzer singt, tanzt und spielt Akkordeon. In dem gemeinsamen Programm Überall ist Wunderland mit Thomas Arnold, bei dem sie ein Schauspielcoaching absolvierte, stellt sie ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Alena Polzer lebt mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in Passau.

© Tatjana Segeler

© Thomas Arnold Privat
„SEHNSUCHT NACH DER SEHNSUCHT ODER DAS MENSCH“
Was darf Satire?
Kurt Tucholskys Satiren sind unvergänglich. Thomas Arnold und die Puppenspielerin Doreen Arnold haben ein besonderes Tucholsky Programm über Frauen, Männer, Menschen, Sachsen und Amerikaner mit Rezitation, Lesung, Gesang und Puppenspiel zusammengestellt.
Satire darf alles und Tucholskys Aufschreie über die Höhen und Tiefen menschlichen Daseins werden von den Arnolds mit der nötigen Portion an Witz und Heiterkeit unter die Lupe genommen.
Ein ungewöhnlicher Abend in der Zeit der schnellen Schnitte, schnellen Tasten und des schnellen Vergessens, der glückliche Zuschauer zurücklässt.
Nach dem Motto:
... und wenn sie nicht gestorben ist (die Satire), dann lebt sie noch heute!
Programmdauer: 90 Minuten (ohne Pause)
Musikalische Begleitung: Piano
Darsteller: Thomas Arnold und Doreen Arnold und Puppen
Doreen Arnold machte ihren Abschluss als Dipl. Puppenspielerin an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. Ein Puppenspieler ist ein Schauspieler mit einer zusätzlichen Ausbildung für die verschiedenen Puppenarten. Ihre Puppen baut Doreen Arnold meistens selbst. Wie die Pantomimen sind die meisten Puppenspieler heutzutage gezwungen, Solotänzer zu werden. Doch die Sichtweise des Publikums hat sich nicht geändert - man sieht es an den Augen der Kinder, wenn sie im Puppentheater sitzen und sich von einem Quirl mit Augen die Welt erklären lassen. Sie wissen, dass er nicht lebt, aber sie wollen glauben, dass er lebt. Sie lassen sich darauf ein, ohne darüber nachzudenken. Doreen Arnold arbeitet auch als Kindercoach und Kinder-Yoga-Lehrerin. Durch die Geschichten, mit denen sie die Phantasie der Kinder anregt und die Übungen im Yoga übersetzt, fällt es den Kindern leichter, Widerstände zu überwinden. Es fällt leichter, mit Spannung und Entspannung umzugehen und sich dehnbarer und lockerer zu machen. Vielleicht auch im Leben. Außerdem coacht die Schauspielerin und Synchronsprecherin u. a. ihren Mann Thomas Arnold und die gemeinsame Tochter Louise Sophie Arnold. Gemeinsam haben Doreen und Thomas Arnold den erfolgreichen Tucholsky-Abend Sehnsucht nach der Sehnsucht gestaltet.

© Thomas Arnold

© Puria Safari
„DAS VERRÄTERISCHE HERZ“
Die Gruselkultlesung hatte Premiere in einer Friedhofskapelle. Die Idee kam von einer Beerdigungsunternehmerin aus Sassnitz, die Thomas Arnolds Hörbuch zu Edgar Allan Poes Klassiker der Schauerliteratur „Das verräterische Herz“ liebte.
„Das ovale Porträt“ und „Die Maske des Roten Todes“ werden ebenfalls zum Vortrag gebracht.
Horrorgeschichten, die Spannung erzeugen.
Programmdauer: 75 Minuten (mit Pause)
Musikalische Begleitung: Cello (oder vom Band)
Darsteller: Thomas Arnold und Melanie Barth
Melanie Barth studierte an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin bei Prof. Gudrun Wall klassisches Akkordeon. Sie lernte zusätzlich Klavier, Bandoneon und das Orgelspiel. Nach dem Studium begeisterte sie sich vor allem für den Tango Argentino und der Weltmusik und gründete ihr eigenes Tangoensemble Yira Yira. Seitdem konzertiert sie in unterschiedlichsten Besetzungen auf zahlreichen großen und kleinen Bühnen in Deutschland, u. a. der Berliner Philharmonie. Sie begleitete über viele Jahre mit dem von ihr geleiteten Tangoensemble Yira Yira Tänzer bei Tango-Shows. Auch Sängerinnen und Schauspieler wurden Partner, wie Etta Scollo, Katja Nottke, Claudio Maniscalco, Anna Saeki, Nadja Uhl und von 2011 bis 2016 die Theaterschauspielerin Angela Winkler in ihrem Chansonprogramm „Ich liebe dich, kann ich nicht sagen“. 2007 begegnete sie Richard Galliano bei einem seiner äußerst seltenen Workshops in Italien. Melanie Barth musizierte gemeinsam mit verschiedenen Orchestern, u. a. dem Landespolizeiorchester Brandenburg, dem Rundfunksinfonieorchester Berlin und als Solistin mit den Brandenburger Philharmonikern, und war über viele Jahre Akkordeonistin in Lesungen und Theaterproduktionen, u. a. am Berliner Ensemble unter Claus Peymann. Nationale und internationale Konzertreisen führten sie quer durch ganz Deutschland und durch Europa, u. a. nach Weißrussland, Polen, in die Schweiz und die Niederlande, nach Luxemburg, Frankreich und Österreich. Als Studiomusikerin ist sie auf verschiedenen CDs zu hören, die in eigener Produktion entstanden sind. 2012 komponierte sie mit Wolfgang Adams die Musik zu dem Film Der große Irrtum, der mehrfach ausgezeichnet wurde.

© Melanie Barth
„GEFÜHLE NACH’M KALENDER“
Thomas Arnold liest und spielt heitere und tragische Weihnachtsgeschichten „von hier und anderswo", die im nahen Wohnzimmer spielen oder in weit entfernten Himmelssphären.
Weihnachtliche Gefühle, nur weil das Kalenderblatt es anzeigt?
In dem mittlerweile zum Kult gewordenen Weihnachtsprogramm singt der Schauspieler auch seine eigenen Texte zu altbekannten Weihnachtsliedern.
2021 erschien seine CD „Gefühle nach’m Kalender“.
Für viele Fans ist der Abend ein „Muss“ geworden, um sich gut auf das heilige Fest einzustimmen.
Programmdauer: 100 Minuten (mit Pause)
Musikalische Begleitung: Flügel oder Akkordeon und Gitarre
Darsteller: Thomas Arnold und Melanie Barth

© Olaf Kroenke
PROGRAMME OHNE MUSIK

© Oliver Look
„DURCHS SCHLÜSSELLOCH DES LEBENS“
Alles hat seine Geschichte und sei sie noch so kurz …
Thomas Arnold liest 4-Sterne-Kurzgeschichten, die ihn durchs Leben begleitet und geleitet haben: von Schiller über Rilke und Busch bis zu Wilde und Kafka.
Programmdauer: 80 Minuten (Pause auf Wunsch)
Darsteller: Thomas Arnold

© Ralf Penno
„DAS WESEN DER ZAUBEREI“
„Ruft man sie mit dem richtigen Wort, beim richtigen Namen, dann kommt sie. Das ist das Wesen der Zauberei, die nicht schafft, sondern ruft.“ (Zitat Franz Kafka)
Schon immer hat sich Thomas Arnold mit Kafka beschäftigt. Alles Widersprüchliche findet sich auch in seiner Arbeit beim Filmen und im Theater wieder. Er sucht regelrecht danach. Und das verbindet ihn mit Kafka. Das fließt in sein Programm mit Kafkas Kurzgeschichten ein. So, wie das Gebrochene, Geheimnisvolle bei Kafka während des Schreibens: Nichts ist, ohne sein Gegenteil wahr …
Programmdauer: 90 Minuten (mit Pause)
Darsteller: Thomas Arnold

© Foto Tatjana Segeler
„GEHEIMNISSE UND WUNDER“
Neben seinen berühmten Gedichten, die jedermann kennt, hat Rilke auch wunderbare Kurzgeschichten geschrieben wie die „Briefe an einen jungen Dichter“. Hauptinteresse von Thomas Arnold ist das Geheimnisvolle und Widersprüchliche in den Kurzgeschichten und in den lebensbejahenden Briefen.
Du musst das Leben nicht verstehen ...
Ein Abend um Rainer Maria Rilke.
Programmdauer: 90 Minuten (mit Pause)
Darsteller: Thomas Arnold
„EMPFÄNGER UNBEKANNT“
In 18 Briefen und einem Telegramm erzählt Empfänger unbekannt von zwei Freunden, Martin Schulse und Max Eisenstein, die Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen sehr erfolgreich eine Kunstgalerie in San Francisco betreiben. 1932 kehrt Martin nach Deutschland zurück, der jüdische Geschäftsmann Max bleibt in Amerika und die beiden beginnen eine zunächst innige Korrespondenz. Bis Hitlers Machtergreifung den Anfang vom schleichenden Ende einer tiefen Freundschaft markiert. Als Eisenstein versucht, seine Schwester in Deutschland zu kontaktieren, seine Briefe aber mit dem Vermerk „Empfänger unbekannt“ zurückgeschickt werden, bittet er seinen alten Freund um Hilfe. Schulse findet sich in einer Zwickmühle aus Verantwortung und ideologischer Verblendung wieder und trifft eine verhängnisvolle Entscheidung.
Der Briefroman „Address Unknown“ von Kathrine Kressmann Taylor (1903-1996) erschien 1938 in der New Yorker Zeitschrift Story. Die Autorin, die von 1926 bis 1928 als Werbetexterin gearbeitet hatte, war bis dahin unbekannt. Der Roman, so berichtete sie später, beruhe auf mehreren wahren Briefen.
„Diese Geschichte ist meisterhaft, sie ist mit unübertrefflicher Spannung gebaut, in irritierender Kürze, kein Wort zu viel, keines fehlt.“ (Elke Heidenreich).
100 eindringliche, aufrüttelnde Minuten von beklemmender Aktualität.
Programmdauer: 100 Minuten (ohne Pause)
Darsteller: Thomas Arnold und Henning Vogt
Henning Vogt wurde 1972 in Bochum geboren und studierte Schauspiel an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn-Bartholdy. Seine Engagements führten ihn über das Städtische Theater Chemnitz und das Staatstheater Oldenburg ans Deutsche Theater Berlin. Dort spielte er von 2001 bis 2018 durchgehend. Seither arbeitet er freischaffend und für Kino, Film und Fernsehen. Zu seinen Gastengagements zählen das Staatsschauspiel Dresden, das Deutsche Theater Berlin, das HAU, das Berliner Ensemble, die Salzburger Festspiele und die Wiener Festwochen. Inzwischen arbeitet er zunehmend auch vor der Kamera, etwa im Kroatien-Krimi, Letzte Spur Berlin, der Fernsehserie Himmel und Erde – Ein göttliches Team, in der er die Hauptrolle des Leon Marx übernahm, den Kinofilmen Magical Mystery und Ins Blaue und in vielen anderen Produktionen. Henning Vogt arbeitet auch als Schauspielcoach und als Sprecher, u. a. für die WDR-Podcasts „Zeitzeichen“ und „Stichtag“, den MDR, für rbb und Deutschlandfunk Kultur. Gemeinsam mit Kollegin Isabel Schosnig hat er ein ständig wachsendes Repertoire an Lesungen

© Henning Vogt
„LOVE LETTERS“
Love Letters ist ein berühmtes Briefroman-Drama. Eine Frau, ein Mann und ihre Briefe – mehr braucht der amerikanische Autor A. R. Gurney nicht, um eine berührende Liebesgeschichte auf die Bühne zu bringen. Eine Frau und ein Mann im Dialog über ein Leben in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten: Triviale Begebenheiten und substanzielle Auseinandersetzungen bestimmen diesen Briefwechsel zweier unterschiedlicher Menschen, die sich seit frühester Jugend kennen. Melissa, aus vermögendem Haus, zerbricht in einer eigennützigen Umwelt; Andrew erkämpft sich rücksichtslos Wohlstand und Ansehen.
1990 wurde A. R. Gurney für diesen ungewöhnlichen Briefwechsel für den renommierten Pulitzer Preis nominiert. Das amerikanische „Time Magazine“ wählte Love Letters unter die fünf besten Theaterstücke der 1980er Jahre.
Thomas Arnold und Isabel Schosnig lesen die Briefe einer unerfüllten Liebe und laden den Zuschauer zu einer emotionalen Achterbahnfahrt ein – mitreißend, leidenschaftlich, lustig und tieftraurig.
Programmdauer: 70 Minuten (mit Pause), 55 Minuten (ohne Pause)
Darsteller: Thomas Arnold und Isabel Schosnig
Isabel Schosnig wurde 1972 in Oschatz geboren und wuchs in Leipzig auf. 1988 reiste sie aus der DDR nach Stuttgart aus. Ab 1992 studierte sie an der Filmhochschule Konrad Wolf in Potsdam und ab 1994 Schauspiel an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn-Bartholdy. Bereits während ihres Studiums gastierte sie am Schauspiel Leipzig, am Bayerischen Staatsschauspiel und am Deutschen Theater Berlin. Ihr erstes Festengagement führte sie 1998 wieder ans Leipziger Schauspielhaus. 2001 wechselte sie an das Deutsche Theater Berlin, wo sie bis 2009 festes Ensemblemitglied war. Seit 2010 arbeitet Isabel Schosnig freischaffend. Zu Ihren Gastengagements zählten das Schauspielhaus Zürich, das Staatstheater Dresden, das Stadttheater Klagenfurt und das Deutsche Theater Berlin. Film- und Fernsehproduktionen mit Isabel Schosnig sind u. a. Der Schlussmacher, Tatort: Du allein, Letzte Spur Berlin, Polizeiruf 110, Mängelexemplar, Der Zürich-Krimi, Der Staatsanwalt und Erzgebirgskrimi. Isabel Schosnig arbeitet als Sprecherin und regelmäßig mit verschiedenen Programmen an verschiedenen Theatern, u. a. mit ihrem Kollegen Henning Vogt für die Brasilianische Botschaft in Berlin, für die Finnische Botschaft, die Bundeszentrale für politische Bildung sowie für den SWR, den WDR und Deutschlandradio Kultur.

© Andre Röhner